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Band 8: Das KönigskindIhr seid hier: Home > Bibliothek > "Fortune de France" > |
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“Das Heringsfaß stinkt immer wieder nach dem Hering”, sagen die französischen
Katholiken von den Hugenotten, nachdem jene zum Katholizismus übergetreten
sind. Und selbst die leidenschaftliche Herzogin von Guise kann sich diese
abfällige Bemerkung nicht verkneifen, wenn sie wie ein Schlachtschiff
in das Haus am Champ Fleuri einsegelt, um sich mit ihrem noch immer geliebten
Ex-Hugenotten Pierre de Siorac zu streiten. Aber inzwischen sind beide
auch in die Jahre gekommen, und die Leidenschaften treten zurück vor dem
Bemühen um die Karriere ihres gemeinsamen Sohnes. Pierre-Emmanuel ist
achtzehn, hochgebildet, der Liebe sowie mehrerer Sprachen kundig. Doch
seit König Henri, dessen Dolmetsch er war, ermordet ist, hat er keine
Aufgabe mehr bei Hofe. So kommt seine von der Herzogin geschickt eingefädelte
Berufung zum Ersten Kammerherrn gerade recht, denn nun wird der junge
Mann im Louvre wohnen und auch den kleinen Dauphin Ludwig regelmäßig sehen. In diesem Roman der Folge (übrigens meinem ersten...) wird die frühe Jugend Ludwigs XIII. aus der Sicht Pierre-Emmanuels erzählt. Merle schildert, wie der junge König unter dem Tod seines Vaters und der Herrschsucht seiner jähzornigen Mutter leidet. Es ist besonders interessant zu lesen, wie das alltägliche Leben des Königs im Louvre abläuft. Pierre-Emmanuel wird nicht nur Erster Kammerherr und einer der Vertrauten Ludwigs XIII., sondern verliebt sich auch weiter in die viel ältere Ulrike von Lichtenstein, einer deutschen Gräfin, die er im vorherigen Band kennengelernt hat. Bis zum erfolgreichen Staatsstreich Ludwigs XIII. wird der Leser jedoch noch in viele interessante Abenteuer Pierre-Emmanuels verwickelt. |
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