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Auf den folgenden Seiten lernt Ihr Mespechs Dienstboten kennen, die ebenso
sympathisch wie amüsant sind. Auf Le Breuil
leben der Gascogner Cabusse und seine Frau Cathau und hüten die Schafe
der Baronie. Den Steinbruch bewacht der Steinbrecher
Jonas zusammen mit seiner Ehefrau Sarrazine und einer Wölfin. Und
in der Mühle Gorenne kümmern sich
Coulondre Eisenarm und seine Frau Carcotte um das Getreide und die Schweine
Mespechs.
In den Gesindestuben selbst - also hier
- wohnen die Bediensteten, die direkt auf Mespech arbeiten: Pierres Diener
Miroul, die Zwillingsbrüder Benoit und Michel, die abergläubische
Köchin Maligou, die Kammerjungfer Franchou, die Hugenottin Alazais,
der Torwächter Escorgol, der Faßbinder Faujanet, die Amme Barberine
und Marsal Schielauge.
Gesindestuben
Miroul | Benoit
& Michel | Maligou | Franchou
| Alazais | Escorgol |
Faujanet | Barberine
| Marsal
Miroul
Miroul lebt seit 1563 auf der Burg. Er wurde durch einen glücklichen
Zufall zu Pierres Diener, denn eigentlich hätte er für seinen
Einstieg in die Burg gehängt werden sollen. Doch Pierre hat den Baron
so lange bekniet, bis er Miroul begnadigte. Seitdem verläßt
Miroul Pierre nicht mehr. Er begleitete ihn nach Montpellier zum Medizinstudium
und nach Paris, wo beide in die Bartholomäusnacht geraten. Selbst
als er später geadelt wird und ein eigenes Gut vom König erhält,
zieht er es vor, zusammen mit Pierre im Haus in der Champ Fleuri in Paris
zu leben.
Benoit & Michel
Benoit und Michel Siorac sind Zwillingsbrüder und mit der Familie
de Siorac verwandt. Sie sind ihre Vettern, doch im Gegensatz zu den de
Sioracs sind sie nicht geadelt worden. Seit die Pest ihr Dorf dahingerafft
hat, leben sie als Mädchen für alles auf Mespech.
Sie haben einen etwas höheren Status als das übrige Gesinde,
aber zählen dennoch nicht zu den Herrschaften. Die beiden Brüder
sind nicht auseinanderzuhalten und unzertrennlich.
Maligou
Die Maligou ist die geschwätzige, abergläubische Köchin
von Mespech. Sie kam als Ersatz für Cabusse, während dieser
im Krieg war und behielt dann den Posten. Sie ist immer wieder für
einen Lacher gut, vor allem dann, wenn sie sich darüber wundert,
daß ein Fluß auf einer Landkarte nicht fließt (Fortune
de France, S. 88).
Franchou
Franchou ist zunächst Isabelle de Sioracs Kammerjungfer. Doch nachdem
diese ihr sehr zugesetzt hat, verläßt sie Mespech für
einige Zeit. Als die Pest in ihrem Dorf ausbricht, wird sie jedoch von
Jean de Siorac, der eine kleine Schwäche für sie hat, dort herausgeholt
und kehrt somit zurück auf die Burg. Dort schenkt sie dem Baron seinen
vierten Sohn David und wird die Kammerjungfer seiner (ehelichen) Tochter
Catherine.
Alazais
Alazais ist eine stämmige, hochgewachsene Hugenottin, die sich von
den irdischen Dingen abgewandt hat. Sie wird Isabelle de Siorac als Kammerjungfer
gegeben, nachdem ganz Mespech mit Ausnahme von Isabelle zum Calvinismus
übergetreten ist. Sie allein wiegt zwei Männer auf und wird
daher auch zusammen mit den Soldaten zum Schutz der Burg eingesetzt.
Escorgol
Escorgol ist Mespechs Torwächter. Er war seit seiner Kindheit erblindet
und hat daher ein sehr scharfes Gehör entwickelt. Seitdem er kurz
vor seinem Einzug in der Burg sein Augenlicht zurückerhielt, ist
er stets guter Laune und nicht unterzukriegen.
Faujanet
Faujanet ist der Faßbinder von Mespech. Er war ursprünglich
Soldat in der Legion von Guyenne und hat seit den Kriegen ein lahmes Bein,
was auch der Grund für seinen Einzug auf der Burg war. Er ist stets
der Oberschnitter während der Heuernte auf Mespech.
Barberine
Barbarine ist die Amme der Kinder des Barons. Sie ist eine gut gewachsene,
mütterliche Frau, die bei Pierre und den anderen Kindern sehr beliebt
ist. Außerdem ist sie oft der Sprecher des Gesindes, wenn es um
ernste Angelegenheiten geht. Gemeinsam mit der Maligou und der kleinen
Helix, ihrer Tochter, pflegt sie einen heimlichen Marienkult auf Mespechs
Dachboden.
Marsal
Marsal Schielauge ist ein Ehemaliger aus der Normannischen Legion. Gemeinsam
mit Cabusse und Coulondre Eisenarm schied er aus der Legion aus, um Jean
de Siorac und Jean de Sauveterre zu begleiten. Während des Kampfes
gegen dern Schlächterbaron von Lendrevie wird er getötet.
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